Atembewegung spüren: Tool für deine innere Balance in 3 einfachen Schritten zum Ausprobieren

Atembewegung spüren: Skizze Anker

Dein Atem ist eine direkte Verbindung zu deinem Nervensystem: Hier erfährst du, wie du dich beruhigen oder beleben kannst. In jedem Moment deines Lebens ist dein Atem mit dabei (Atem ist schliesslich Leben!) - also ist es auch jederzeit für dich möglich, darauf zu vertrauen und dich daran zu orientieren. Nutze ab jetzt diese einfache Tool für deine innere Balance.

Atembewegung spüren: Einfaches Tool für deine innere Balance in 3 Schritten

1. Nimm wahr, was jetzt ist

Egal, wo du bist und was du gerade tust: Halte einen Moment inne und unterbrich, was du tust. Schalte deine Sinne auf Empfang: Was siehst du gerade? Was hörst du? Liegt ein Duft in der Luft? Wonach schmeckt dieser Moment? Was spürst du? Wie erlebst du den Kontakt deiner Füsse zum Boden? Was auch immer du gerade wahrnimmst, niemand erlebt das genau so wie du, denn jeder und jede von uns ist darin einzigartig.

2. Komm in Kontakt zu dir

Deine Sinne melden dir, was gerade ist. Richte nun deine Aufmerksamkeit nach innen und auf deine Atembewegung. Im Einatem strömt die Luft durch die Nase ein, dein Zwerchfell schwingt Richtung Becken, dein Brustkorb wird weit, weil sich die Lunge mit der frischen Atemluft füllt. Du kannst deine Hände an den Rumpf legen, dahin wo du merkst, wie sich deine Körperwände weiten.

Im Ausatem strömt die Luft wieder aus und dein Leib wird schmaler, das Zwerchfell schwingt zurück. Wenn alle Luft ausgeströmt ist, kommt vielleicht eine Phase der Stille, des Wartens, bis der neue Einatem von selbst wieder (durch die Nase) einströmt.

Lasse diesen Rhythmus deiner Atemphasen einige Male aufmerksam zu. Störe deinen Atem nicht, verlange nichts von ihm. Beobachte, wie er kommt und geht. Was nimmst du wahr? Schau zu, ohne zu bewerten oder etwas zu erzwingen. Entdecke das, was bei dir jetzt gerade ist. Dein Atem zeigt es dir.

2. Spüre nach, was sich verändert hat

Aktiviere nun wieder deine Sinne: Was spürst du jetzt, nachdem du dich bewusst und unvoreingenommen zu deinem Atemgeschehen hingewendet hast? Gib deinem Körper Zeit, das zu sortieren, was du gerade erlebst hast. Bis es dir bewusst wird und sich lokalisiert benennen und aussprechen lässt, wie es jetzt ist:

  • Temperaturunterschiede in einer Körperregion: wärmer, kühler, frischer ...
  • Körperempfindungen auf der Haut oder innen: Kribbeln, Leichte, Schwere ...
  • Neue Wahrnehmung: Augen blicken anders in die Welt ...
  • Veränderte Stimmung: Ein Gefühl tritt in den Vordergrund: Freude, Dankbarkeit, Wut, Trauer ...

Was passiert, ist individuell und immer wieder neu. So begegnest du dir selbst in diesem Moment über das Wahrnehmen deiner Atembewegung. Dein Atem zeigt dir, was ist. Was du nun damit machst, ist deine Entscheidung.

Wie geht es dir jetzt? Was hat sich reguliert? Hat es geklappt, dich dir selbst so aufmerksam zuzuwenden? Das braucht vielleicht ein wenig Übung. Es ist nicht immer gleich: Es gibt solche Tage und andere. Genau wie das Leben, ist auch das Wahrnehmen der Atembewegung immer wieder neu und überraschend.

Skizze: lachende Lunge und Zwerchfell

Hier findest du mehr Anleitung und gemeinsam macht es mehr Spass! Zum Beispiel am Montagmorgen um 7 in der kostenlosen Facebookgruppe.

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